Filme im Fernsehen

Ray  25. Juli  ARTE   20.15 Uhr

Toller Film und ein grandioser Jamie Foxx, der für seine Darstellung des Ray den Oscar erhielt.

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – doch wer aus einem Armenviertel in Albany, Georgia, stammt, darf sich in der Regel auf keine vielversprechende Zukunft freuen. Ray Charles gehört zu der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung Albanys, die noch bis weit in die 1970er Jahre hinein massiv unter der Rassentrennung leidet. Im Alter von nur sieben Jahren, kurz nachdem er mit ansehen musste, wie sein Bruder ertrunken ist, erkrankt Ray an einer Krankheit, die ihm das Augenlicht nimmt. Von seinem unabänderlichen Handicap lässt er sich jedoch nicht entmutigen und fasst, durch die Rückendeckung seiner alleinstehenden Mutter bestärkt, Vertrauen in sein Klaviertalent.
Wenige Jahre nach ihrem frühen Tod besteigt der gerade einmal 17-jährige Ray einen Bus, der ihn in das damalige Jazz-Mekka Seattle bringt. Dank seines einzigartigen Talents gelingt es dem Neuankömmling schnell, sich einen Namen zwischen Blues- und Jazz-Größen wie Charles Brown und Nat King Cole zu machen. Doch der Aufstieg zum gefeierten Superstar der internationalen Musikwelt bringt auch Probleme mit sich. Sein Leben lang plagen ihn Selbstzweifel, er kämpft mit dem eigenen Stil – eine Mischung aus Rhythm and Blues, Country, Gospel, Soul und Pop – und gerät an ausbeuterische Plattenfirmen, die seine Blindheit schamlos auszunutzen versuchen.
Doch die eigentliche Gefahr lauert hinter ganz anderen Dingen: Drogen und Frauen bringen den in der Zwischenzeit zweimal verheirateten Mehrfachvater Ray vom rechten Weg ab, er gibt sich zahllosen Liebesaffären hin und verfällt dem Heroin. „Ray“ ist das mitreißende Porträt eines musikalischen Genies, das den Glanz und Fluch des Ruhms in seiner ganzen Wucht erfahren muss. 

Prélude  26. Juli  ARD ONE  20.15 Uhr

Ergreifender Film über Kontrollverlust und überhohen Erwartungen.

 

Der 19-jährige David träumt von einem Leben als Konzertpianist auf den großen Bühnen der Welt. In seiner Heimat war er mit seiner Begabung immer etwas Besonderes. Als Student am Musikkonservatorium merkt er aber schnell, dass er nur ein Talent unter vielen ist. Sein Kommilitone Walter ist sein größter Konkurrent, nicht nur musikalisch. 


Nur die Affäre mit der selbstbewussten und lebenshungrigen Gesangsstudentin Marie gibt ihm die Kraft, für das begehrte Stipendium in New York zu kämpfen. Doch mit wachsenden Erwartungen von allen Seiten beginnt David, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren. 

The Mule  26. Juli ARD  20.15 Uhr

Clint ist schon ne coole Socke.......
Earl Stone ist 90 Jahre alt und steht vor dem Nichts. Nach der Pleite seiner Gärtnerei braucht der unverwüstliche Taglilien-Züchter dringend einen Job - und ein Dach über dem Kopf. Doch weder seine Ex-Frau Mary noch seine Tochter Iris sind auf den Lebemann gut zu sprechen, der als Familienvater zeitlebens eine Fehlbesetzung war. 


Als Earl das ungewöhnliche Angebot bekommt, mit seinem Truck eine verdächtige Fracht für mexikanische Auftraggeber zu transportieren, stellt er keine Fragen. Schon bald findet der Kartell-Chef Laton großen Gefallen an seinem ungewöhnlichen "Muli": Earl ist nämlich nicht vorbestraft, kennt Highways wie seine Westentasche und passt als weißer Rentner in kein Fahndungsraster. Wenn es trotzdem irgendwo mal brenzlig wird, regelt das Earl auf seine Art. 


Schon bald kutschiert der steinalte "Gringo" immer wertvollere Kokainlieferungen durchs Land. Durch einen Spitzel wird jedoch die Drogenfahndung auf ihn aufmerksam. Zwar kennt DEA-Agent Colin Bates die genaue Route, weiß aber nichts über den Kurier. Und Bates hat keine Ahnung, wie abgebrüht der "Muli" ist. 

Parasite - Finde den Eindringling  27. Juli  ARD  23.00 Uhr

Oscar prämierter Film mit vielen Wendungen, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt.....
Die vierköpfige Familie Kim wohnt in einer miefigen Kellerwohnung. Ihre Arbeitslosenunterstützung bessern sie mit Kartonfalten für einen Pizzaexpress auf. Als Sohn Ki Woo bei der Unternehmerfamilie Park einen gut bezahlten Job als Nachhilfelehrer bekommt, sieht er die unverhoffte Chance, auch seinen Angehörigen eine Stelle zu verschaffen. 


Zunächst vermittelt Ki Woo der nichts ahnenden Dame des Hauses Yeon Kyo seine Schwester Ki Jung als Kunstpädagogin für den vermeintlich hochbegabten Sohn. Anschließend machen sich die Kim-Geschwister mit List und Tücke daran, das bisherige Personal unauffällig loszuwerden, um Vater Ki Taek als Chauffeur und Mutter Chung Sook als Haushälterin einzuschleusen – mit falscher Identität und erlogenen Referenzen. Zu ihrem Erstaunen geht der dreiste Plan reibungslos auf! 


Als der wohlhabende Hightech-Unternehmer Park mit seiner Familie zu einem mehrtägigen Ausflug aufbricht, feiern die Kims in der stilvollen Villa ihren unverhofften Aufstieg. Plötzlich steht die geschasste Haushälterin vor der Tür – angeblich, um nach ihrer persönlichen Habe im Keller zu schauen. Dass sie Moon Gwang hereinlassen, bereuen die Kims schon bald. Denn nicht nur sie haben ein Geheimnis, das allen zum Verhängnis werden kann. 

Dilili in Paris  28. Juli  ARTE  20.15 Uhr
 "Michel Ocelot feiert mit „Dilili in Paris“ nicht nur die goldene Ära der Belle Epoque, sondern auch weiblichen Aktivismus und eine Freundschaft, die Vorurteile und Fremdenhass überwindet. Ein wundervoll animierter und überaus lehrreicher Familienfilm, der sich nicht scheut, komplexe Themen wie Rassismus, Klassenkampf und die Unterdrückung der Frauen zu verhandeln."


Das gebildete und mutige junge Mädchen Dilili reist alleine von Neukaledonien nach Frankreich. Es lernt den Botenjungen Orel kennen und die beiden beschließen, das aufregende Paris der Belle Epoque zu erkunden. In der französischen Hauptstadt wimmelt es rund um die vorletzte Jahrhundertwende nur so von Prominenten der damaligen Kultur- und Wissenschaftsszene. So treffen Dilili und Orel unter anderem die Autorin und Anarchistin Louise Michel, den impressionistischen Maler Pierre-Auguste Renoir und die legendäre Schauspielerin Sarah Bernhardt.
Doch ihr Aufenthalt ist nicht nur von spannenden Begegnungen, sondern auch gefährlichen Abenteuern geprägt. Denn eine mysteriöse Entführungswelle, deren Opfer kleine Mädchen sind, hält die Stadt der Liebe in Atem. Verdächtigt wird ein geheimer Männerbund, der unter dem Decknamen „Die Herren der Welt“ sein Unwesen treibt. Dilili und Orel beschließen, auf eigene Faust zu ermitteln und die verschollenen Mädchen zu befreien. Damit gerät jedoch besonders die kleine Dilili in Gefahr, die schon längere Zeit von finsteren Gestalten beschattet wird …
Michel Ocelot feiert mit „Dilili in Paris“ nicht nur die goldene Ära der Belle Epoque, sondern auch weiblichen Aktivismus und eine Freundschaft, die Vorurteile und Fremdenhass überwindet. 

Die Kirche bleibt im Dorf  30. Juli  ARTE  20.15 Uhr
Deutsche Komödie mit viel Dialekt.....

Grüne Wiesen und blauer Himmel in Schwaben: Eigentlich sollte die Welt in Oberrieslingen und Unterrieslingen in bester Ordnung sein. Weil sich die beiden verfeindeten Dörfer jedoch seit Ewigkeiten eine Kirche und einen Friedhof teilen müssen, verhindern Zank und Neid fortwährend ein friedvolles Miteinander. Aktuell kommt erschwerend hinzu, dass sich auf der einzigen Verbindungsstraße zwischen Ober-und Unterrieslingen ein Schlagloch befindet – just im Grenzbereich. Deshalb fühlen sich weder die Ober- noch die Unterrieslinger für die Beseitigung verantwortlich. Indirekt ist das Schlagloch für den plötzlichen Tod von Oma Anni aus Oberrieslingen verantwortlich, die eine Spur zu flott mit ihrem Moped unterwegs war.
Ihre Beerdigung wird zum Desaster und entfacht die Feindschaft zwischen den Ober- und Unterrieslingern aufs Neue. Darunter haben vor allem Klara Häberle und Peter Rossbauer zu leiden. Die beiden sind schwer verliebt und wären längst verheiratet, wäre sie nicht eine Oberrieslinger „Schnecke“ und er ein Unterrieslinger Jungschweinebauer. So droht ihnen dasselbe Schicksal wie einst Romeo und Julia.
Aber auch Klaras Schwestern Maria und Christine haben das eine oder andere Geheimnis, das bald aufzufliegen droht. Doch die Verhinderung privaten Glücks ist nichts im Vergleich zu dem Skandal, den die Oberrieslinger im Begriff sind auszulösen: Sie wollen die Kirche an einen reichen Amerikaner verscherbeln. Doch wo Oberrieslingen das schnelle Geld wittert, beschließt Unterrieslingen: Die Kirche bleibt im Dorf! 

Das Versprechen 1. August  3SAT  22.00 Uhr
Tolle Neuverfilmung des Rühmann Klassikers mit einem grandiosen Jck Nicholson.
 

Der Cop Jerry Black sollte in Rente gehen. Doch als das achtjährige Mädchen Ginny geschändet und ermordet aufgefunden wird, verspricht Jerry dessen Mutter, den Täter zu finden.

Blacks Kollege und Schüler Stan Krolak spürt einen Tatverdächtigen auf, den geistig behinderten Indianer Toby Jay Wadenah, und ringt ihm unter Druck ein Geständnis ab. Der vom Verhör erschütterte Wadenah erschießt sich. Für Krolak ist der Fall damit abgeschlossen.

Jerry glaubt nicht an Wadenahs Schuld. Er ermittelt weiter, befragt Ginnys Großmutter, eine Ärztin und Ginnys Kameradinnen. Eines der Mädchen zeigt Jerry eine von Ginnys Zeichnungen, auf der ein Auto zu sehen ist und ein schwarzer Riese, der kleine Igel verschenkt. Jerry stößt in der Gegend auf weitere ungeklärte Mordfälle und schließt auf einen Serientäter. 

Sein Chef Pollack will den Fall aber nicht wieder aufrollen. Um dem Kindsmörder eine Falle zu stellen, kauft Jerry in den Bergen eine Tankstelle. Er freundet sich mit der Serviererin Lori an und nimmt sie bei sich auf. Lori hat eine kleine Tochter, Chrissy, die dem Profil der Opfer entspricht. Jerry beschließt trotz seiner Gefühle für Lori und Chrissy, das Mädchen als Köder einzusetzen.

Als Ladislao Vajda nach einer Vorlage von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) 1958 den Krimi "Es geschah am hellichten Tag" drehte, thematisierte er zwar den ethischen Konflikt des besessenen Fahnders, der ein unschuldiges Mädchen gefährdet, um einen Mörder zu fangen. Aus Rücksicht auf den Star Heinz Rühmann bekam der Film ein konventionelles Happy End. Dürrenmatt jedoch glaubte nicht an eine menschliche Gerechtigkeit und verlieh seiner Prosafassung des Stoffs – "Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman" – einen ganz anderen Schluss. 



Der Fall Collini 2. August  ARD  20.15 Uhr
Ich hatte das Buch gelesen und war beeindruckt.....bin gespannt.

 

Der junge Anwalt Caspar Leinen übernimmt ein spektakuläres, aber aussichtsloses Mandat. Als Pflichtverteidiger vertritt er Fabrizio Collini, der den Großindustriellen Hans Meyer in einem Hotelzimmer ermordet hat. Nicht nur das Schweigen des 70-jährigen Angeklagten macht dem Anwalt die Verteidigung schwer. Leinen kannte Meyer und verehrt ihn als väterlichen Freund. 


Obwohl ihn seine Jugendliebe Johanna auffordert, das Mandat für den Mörder ihres geliebten Großvaters niederzulegen, entscheidet sich Leinen für sein Berufsethos. Der renommierte Jurist Richard Mattinger, der Meyers Familie als Nebenkläger vertritt, stellt ihn auf die Probe: Er versucht den Berufsanfänger für einen Deal zu gewinnen, um den Prozess abzukürzen. Auch Leinen wäre es am liebsten, wenn sich Collini endlich erklären würde – jedoch nicht aus juristischem Kalkül, sondern um die Wahrheit ans Licht zu bringen. 


Das Motiv für die Tat liegt, wie er vermutet, weit zurück im Jahr 1944 und in der Zeit der NS-Besatzung in Italien. Ob Meyer ein Kriegsverbrecher war, scheint jedoch außer Leinen kaum jemand wissen zu wollen. Auch ihm fällt es nicht leicht, das Andenken seines Mentors infrage zu stellen. 

Sehenswerte Dokus

Freier Lieben auf dem Land  In der Kommune
28. Juli  22.15 Uhr
Ich stelle mir eine solche Kommune hier in Sevelen vor-warum nicht über alternative Lebensformen nachdenken?

In ihrer Brandenburger Kommune teilen sie fast alles: Gärten, Häuser, Waschmaschinen - und manchmal auch die Partnerinnen und Partner. Mehr als 100 Menschen leben hier, in Brandenburg, in einer der größten Kommunen Deutschlands. Nachhaltiges Wirtschaften gehört hier genauso zur Tagesordnung wie die "freie" Liebe. Diese Utopie zieht jedes Jahr Menschen an, die sich um einen Platz in der Gemeinschaft bewerben. Kann sich ihre Hoffnung auf ein besseres Leben hier erfüllen? Dieser Film wurde im Jahr 2021 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert. 

Pina  29. Juli  SWR  23.30 Uhr
Hommage an eine großartige Künstlerin

Als Pina Bausch 1973 das Tanztheater in Wuppertal übernahm, hat sie neue Maßstabe gesetzt. „Pina Bausch hat als Tänzerin choreografiert“, sagt Tanzwissenschaftlerin Gabriele Klein in SWR2. Sie habe die partizipatorische Arbeitsweise in den Tanz integriert und so die Stücke zum „Zuschauer hin geöffnet“.


Am 27. Juli 2020 wäre Pina Bausch 80 Jahre alt geworden. Bis 2027 soll in Wuppertal das Pina Bausch Zentrum entstehen, der das künstlerische Erbe der Choreografin bewahren soll. Gabriele Klein ist Autorin des Buchs „Pina Bausch und das Tanztheater: Die Kunst des Übersetzens“ und lehrt in Hamburg. 









 

Die Puppenspieler von Catania  31. Juli ARTE  19.30 Uhr
 Siziliens Geschichte ist Drama pur. Immer wieder wurde die Insel erobert und auch der Ätna trägt seinen Teil zum Drama bei. Keiner kann diese Dramen so gut erzählen wie die Fratelli Napoli, die letzte Puppenspielerfamilie von Catania. 1921 gegründet, führen sie in der fünften Generation eine Tradition fort, die inzwischen vom Aussterben bedroht ist. Aber das Theater der Fratelli Napoli strotzt vor Leben. Schon die Kinder wachsen mit der ritterlichen Welt des Mittelalters auf und kennen die Helden und Heldinnen der Mythen ganz genau: die Paladine um Karl den Großen, die Geschichte vom rasenden Roland oder den sizilianischen Mythos von Colapesce, der sein Leben opfert, um Sizilien zu retten. In der Werkstatt arbeiten drei Generationen an den kunstvollen Marionetten, hämmern Rüstungen, malen Gesichter, schneidern Kostüme. Die Fratelli Napoli leben mit ihren Puppen und erwecken sie fürs Publikum zum Leben. Die Puppen sind ihr Schatz, den sie bewahren und an die nächste Generation weitergeben wollen, so lange wie möglich. Aber es geht nicht nur um Tradition, auch um Weiterentwicklung. So hat die Großmutter Italia Chiesa Napoli den weiblichen Figuren ihre Stimme gegeben und damit das traditionelle sizilianische Puppentheater revolutioniert, das vorher nur von Männern betrieben wurde. Die Truppe hat sogar ein Stück im Repertoire, das die eigene ruhmvolle Familiengeschichte erzählt: von der Zeit, als die Fratelli Napoli noch ein eigenes Theater hatten und die Vorstellungen jeden Abend ausverkauft waren ... 

Internet

Ein tolles Feature über Ikigai findet ihr unter:

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-das-feature/audio-ikigai---japanische-lebenskunst-100.html

Ikigai – Lebensphilosophie aus Japan (utopia.de)

Wir leben im digitalen Zeitalter, in dem viele von uns einen erheblichen Teil ihrer Zeit am Computer oder dem Smartphone verbringen. Sich selbst in dieser virtuellen Welt nicht zu verlieren ist nicht immer einfach. Bei vielen wächst deshalb eine innere Sehnsucht, den Fokus weg von der digitalen Welt und zurück auf das „Hier und Jetzt“ und das eigene „Ich“ zu lenken. Daran knüpft auch die Philosophie des Ikigai an.
Ikigai stammt aus Japan und bedeutet wörtlich übersetzt „Lebenswert“ („iki“ für „Leben“ und „gai“ für „Wert“).  Das Konzept dreht sich darum, herauszufinden, was das Leben für den einzelnen lebenswert macht. Vereinfacht gesagt: Mit Ikigai sollst du herausfinden können, welcher ganz persönliche Grund es für dich jeden Morgen lohnenswert macht, aufzustehen und einen neuen Tag zu beginnen. Diesen individuellen Sinn des Lebens herauszufinden soll der Schlüssel zu einem langen, erfüllten Leben sein. Die japanische Kultur ist berühmt für ihre Weisheit und die Bewohner der japanischen Insel Okinawa sind weltweit bekannt dafür, zu den glücklichsten Menschen der Erde zu gehören. Nicht selten erreichen die Menschen dort ein Lebensalter von über hundert Jahren. Grund genug, sich Ikigai näher anzuschauen. 

Radio - Hörspiel

Das Hibernat
 

Sind sie bereit ins Hibernat zu gehen? Das könnte man uns demnächst fragen. Denn wer wollte leugnen, dass das "Peak-Oil", das globale Ölfördermaximum, unmittelbar bevorsteht oder sogar schon erreicht ist. Ressourcenschonender Winterschlaf wäre doch eine Lösung...


  • Sendehinweis: Hörspiel | 31. Juli 2021, 19.04 - 20.00 Uhr | WDR 3 
  • Sendehinweis: Hörspiel am Sonntag | 1. August 2021, 17.04 - 18.00 Uhr | WDR 5 

Das Hörspiel steht hier nach der Sendung zum Download zur Verfügung.

"Das Hibernat" zieht die Konsequenzen unserer Gegenwart in die Zukunft: Wir schreiben das Ende des automobilen Zeitalters. Jeder Bürger verfügt über ein persönliches Mobilitäts-Budget, das ihm jährlich vom Ministerium zur Bewirtschaftung der Ressourcen (MBR) zugeteilt wird. Der medizinisch-technischen Forschung ist es gelungen, die Menschen in den künstlichen Winterschlaf zu versetzen. In den Ressourcen zehrenden Monaten von November bis Februar nimmt der ehemalige Kulturdezernent Simon Reese an einem dezentralen Großversuch teil - dem Hibernat. Das Hörspiel verfolgt seine 100-tägige Vorbereitung auf die viermonatige Auszeit.

Sterbenskranke
Wichtiges Feature zu einem Tabu Thema!

Viele Sterbenskranke werden falsch versorgt. Ärzt*innen behandeln Patient*innen noch kurz vor ihrem Tod mit aggressiven Therapien, die ihnen mehr schaden als nützen. Und nicht immer bekommen Patientenverfügungen die gewünschte Beachtung.


  • Sendehinweis: Dok 5 - Das Feature | 1. August 2021, 13.04 - 14.00 Uhr | WDR 5 
  • Sendehinweis: Dok 5 - Das Feature (Wdh.) | 1. August 2021, 20.04 - 21.00 Uhr | WDR 5 


Unser Gesundheitssystem ist gut darin Menschen zu retten. Aber schwerkranke Menschen über ihren Zustand aufzuklären und Ihnen Behandlungsalternativen aufzuzeigen, ist oftmals nicht vorgesehen. Viele Sterbenskranke leiden unnötig. So erhalten rund zehn Prozent der Krebskranken in Deutschland in den letzten 30 Tagen vor ihrem Tod noch eine aggressive Chemotherapie, die oft mehr schadet als nützt. Dabei könnte so mancher Krebskranke dank Palliativmedizin besser, manchmal sogar länger leben. Schwer Demenzkranke bekommen noch in der letzten Lebensphase eine Magensonde gelegt, obwohl intensives Füttern ihnen gefährliche und schmerzhafte Komplikationen ersparen würde. Die Ursachen der Überversorgung von Menschen am Lebensende sind komplex: Manche Ärzte und Ärztinnen fühlen sich Gesprächen über das Lebensende nicht gewachsen. Andere lassen sich durch falsche finanzielle Anreize zu zweifelhaften Therapien verleiten. So mancher Betreiber einer „Beatmungs-WG“ setzt auf Gewinnoptimierung und lässt die Kranken an der Maschine, weil er gar kein Interesse hat, die Menschen von der Maschine zu entwöhnen, damit sie wieder selbständig atmen. Bei all dem bekommen Patientenverfügungen nicht immer die Beachtung, die ihre Verfasser*innen sich wünschen.

Befreundete Seiten

www.goldschmiede-vitten.net

www.nostalgieundnadelkunst.de

www.kulturscheune-sevelen.de
www.hubertengels.de